Canaletto & Bellotto
Eine Kultur-Kooperation des Hotel Warmbaderhof mit dem Kunsthistorischen Museum in Wien
Canaletto & Bellotto
Die venezianischen Maler Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (1697–1768), und sein Neffe und Schüler Bernardo Bellotto (1721–1780) prägten das Bild europäischer Städte wie kaum zwei andere Künstler des 18. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2026 stellt das Kunsthistorische Museum zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum ihre beeindruckenden Ansichten von Venedig, London und Wien in einen aufschlussreichen Dialog.
Die Ausstellung zeigt das 18. Jahrhundert als Epoche zwischen Aufklärung und Inszenierung, in der Beobachtung und Erfindung eng ineinandergreifen. Mithilfe optischer Geräte wie der camera obscura vermessen Canaletto und Bellotto die Stadt mit beinahe wissenschaftlicher Präzision, verwandeln sie aber in eine Bühne gesellschaftlicher Ordnung, wie sie von den damaligen Eliten verstanden wurde. Ihre Veduten wirken realistisch, entwerfen aber ein idealisiertes Bild von Alltagsleben, Fortschritt und höfischem Glanz, in dem soziale Gegensätze harmonisch erscheinen – obwohl die gezeigten Städte natürlich auch von Armut und Krankheit geprägt waren. Zugleich erzählen die Werke und Künstlerbiografien aber auch von der Mobilität von Künstlern der Zeit, von Krieg und dem europäischen Kunstmarkt. So entfalten sie ein Panorama Europas des 18. Jahrhunderts – gesehen mit dem Blick zweier venezianischer Künstler, die die Stadt als Idee neu erfanden.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen u. a. Canalettos spektakuläre Ansicht Venedigs aus der Wallace Collection sowie eine Auswahl seiner wichtigsten London-Gemälde und Zeichnungen, etwa aus Compton Verney und dem British Museum. Von Bellotto werden nahezu alle Wien-Ansichten gezeigt, sowohl aus dem Bestand des Kunsthistorischen Museums als auch als Leihgaben, etwa aus den Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein. Um auch den intellektuellen und künstlerischen Kontext dieser Epoche zu verdeutlichen, ergänzen weitere Gemälde, Druckgrafiken, und wissenschaftliche Instrumente aus zahlreichen europäischen Museen die Schau.
Weitere Informationen auf der Website des Kunsthistorischen Museums Wien
Bildcredits:
Die Riva degli Schiavoni in Venedig Canaletto (1697–1768) um 1730
Kunsthistorisches Museum, Wien, Gemäldegalerie
© KHM-Museumsverband, Kunsthistorisches Museum Wien
Canaletto & Bellotto
Die venezianischen Maler Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (1697–1768), und sein Neffe und Schüler Bernardo Bellotto (1721–1780) prägten das Bild europäischer Städte wie kaum zwei andere Künstler des 18. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2026 stellt das Kunsthistorische Museum zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum ihre beeindruckenden Ansichten von Venedig, London und Wien in einen aufschlussreichen Dialog.
Die Ausstellung zeigt das 18. Jahrhundert als Epoche zwischen Aufklärung und Inszenierung, in der Beobachtung und Erfindung eng ineinandergreifen. Mithilfe optischer Geräte wie der camera obscura vermessen Canaletto und Bellotto die Stadt mit beinahe…

